Bürgermeister

Interessantes, Lustiges und Alltägliches aus dem Schulleben der Wolfgang-Spießl-Schule Stamsried

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Schuljahr 2018/19

Die Klasse 4a der Wolfgang-Spießl-Schule Stamsried besuchte die Einrichtungen der Gemeinde Pösing.

PÖSING. Gleich zu Beginn des Gemeindebesuches der Klasse 4a der Wolfgang-Spießl-Schule Stamsried im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts zum Thema „Unsere Gemeinde“ kamen die Kinder, welche aus den Ortsteilen Wetterfeld, Strahlfeld und Pösing stammen, nicht aus dem Staunen heraus, als nämlich Bürgermeister Edmund Roider die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Tanja Brunner über die Ortsrufanlage an der Pösinger Bushaltestellebegrüßte. Zu Beginn des außergewöhnlichen Unterrichtstages stand der „Bauhof und seine Aufgaben“ auf dem Stundenplan. Bauhofleiter Wolfgang Weitzer und Bauhofmitarbeiter Michael Lankes erläuterten den Schülern sehr anschaulich, dass der Bauhof nicht nur für einen ordentlichen Räum- und Streudienst im Winter und die Pflege der öffentlichen Grünflächen im Sommer zu sorgen hat, sondern viele weitere Routine- bzw. vom Bürgermeister beauftragte Sonderaufgaben zu erledigen hat. So gehört zum Beispiel die Unterhaltung und Überwachung der Wasserversorgung, Straßen- und Wegeausbesserungsarbeiten, Hausmeisterarbeiten in der alten Schule oder Mehrzweckhalle (MZH), Gehölzpflege, Betreuung des holzigen Abfallplatzes oder wie zuletzt die Durchführung von Sanierungsarbeiten an den gemeindlichen Gebäuden wie das Leichenhaus zu den tagtäglichen Aufgaben. Am Ende der „Bauhofunterrichtsstunde“ wurde den Schülern der große Wunsch erfüllt, sich noch hinter das Lenkrad des großen MAN-Lkw und des Rasentraktors „Johnny“ setzen zu dürfen.

 

 Umbau der alten Schule

In der zweiten Stunde gab Bürgermeister Roider den Schülern interessante Informationen zum Thema „Unterhalt und/oder Sanierung/Neubau von Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde“. Am Beispiel des derzeitigen Umbaus der alten Schule und der energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle erläuterte das Gemeindeoberhaupt den Schülern den Weg von der Beratung im Gemeinderat bis zur Genehmigung beim Landratsamt bzw. Regierung der Oberpfalz bis zu dem Tag, an dem dann die ersten Handwerker auf der Baustelle anrücken. Ein interessanter Rundgang durch die Baustelle schloss sich an. Die Schüler waren begeistert von den neu geschaffenen Räumlichkeiten und vor allem von der großen Heizungsanlage, die ihnen Roider stolz erklärte. Das nächste Thema „Wahlen“ konnte an Aktualität kam überboten werden. Die Bauhofarbeiter waren nämlich gerade damit fertig, die MZH in ein Wahllokal für die Landtagswahl und Bezirkswahl herzurichten. Mit Musterwahlscheinen durften die Schüler erstmals „ganz in echt“ einen Stimmzettel in der Wahlkabine ankreuzen und anschließend unter den „gestrengen Augen“ des Wahlvorstandes Edmund Roider in die vorbereiteten Urnen einwerfen. Jetzt ging es in einem kleinen Fußmarsch ins Gemeindehaus, wo Bürgermeister Roider  Klassenlehrerin Brunner mit ihren Schülern im Sitzungssaal willkommen hieß. Für jeden Schüler war ein Platz am Ratstisch vorbereitet. Zur großen Freude der Kinder hatte der Bürgermeister eine richtige Gemeinderatssitzung für die Schüler vorbereitet. Nach der offiziellen Begrüßung der „Gemeinderatsmitglieder“ wurde gleich über einen Bauantrag des Bürgermeisters beraten und abgestimmt.

Schüler wählten Farbe aus

Mit 18:0 zur Freude des Antragstellers wurde sein Antrag genehmigt. Im nächsten Tagesordnungspunkt musste darüber abgestimmt werden, welchen Farbanstrich die sanierte Schule erhalten soll. In der Beratung wurden mit den Farben blau, weiß, gelb schwarz, bunt, hellgrau und schwarz sieben verschiedene Vorschläge eingebraucht. Nach längerer und auch sehr kontroverser Diskussion entschied man sich letztendlich mit 18:0 für ein helles Grau. Mit in den Beschluss wurde noch aufgenommen, dass rund um die Fenster ein Rahmen mit etwas dunklerem Grau angebracht werden soll. Nach dem Ende der Gemeinderatssitzung durften die Schüler den Bürgermeister fragen, was sie schon lange wissen wollten. Das war natürlich eine der Fragen: „Gefällt es Ihnen eigentlich Herr Roider, Bürgermeister zu sein?“, was dieser lächelnd mit „ja“, aber mit der Einschränkung mit „nicht immer“ beantwortete.