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Schuljahr 2017/18

Bundesweite Initiative „Spielen macht Schule“ stattet Wolfgang-Spießl-Schule Stamsried mit einem Spielezimmer aus.
  

Die Wolfgang-Spießl-Schule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts für ein Spielezimmer eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert das Spielen an der Schule, denn: „Spielen macht schlau! Spielen und Lernen sind keine Gegensätze!“

Darum seien gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer. Die Stamsrieder haben sich am diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellen. Insgesamt gab es in diesem Jahr 201 Gewinner in allen 16 Bundesländern.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum elften Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni Zeit, ihre Bewerbung an den Verein zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert, danach erfolgte die Einrichtung der Spielzimmer. Die kostenlosen Spiele werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie zur Verfügung gestellt.

Bei der Pilotphase im Jahr 2007 haben zunächst zehn hessische Schulen ein solches Spielezimmer gewonnen. Mit den Gewinnern aus diesem Jahr gibt es nun bundesweit über 2000 spielende Schulen.

Hintergrund des Projektes sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter seien dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirm-Medien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität – wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung – bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.